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Om dig selv

Scham und Sexualität — worüber wir nicht sprechen

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Es gibt wenige Stellen, an denen die Scham tiefer sitzt als in unserer Sexualität. Und das ist kein Zufall.

Schon von klein auf lernen wir — durch Schweigen, Blicke, Kommentare und Kultur — was es akzeptabel ist zu fühlen, zu wünschen und zu tun. Und das meiste, was wir lernen, handelt von Begrenzung. Davon, was man nicht sollte.

Was ist Scham eigentlich?

Scham ist nicht dasselbe wie Schuld. Schuld sagt: Ich habe etwas falsch gemacht. Scham sagt: Ich bin falsch. Das ist ein grundlegender Unterschied.

Schuld kann zu Veränderung und Wiedergutmachung führen. Scham führt zum Verstecken. Wenn wir uns für unsere Sexualität schämen — für das, wonach wir uns sehnen, was wir fantasieren, was wir nicht mögen, von wem wir uns angezogen fühlen — verbergen wir diesen Teil von uns selbst. Auch vor uns selbst.

Woher kommt sexuelle Scham?

Sie kommt aus vielen Richtungen. Aus Erziehung und Religion. Aus Kultur und Medien, die uns sagen, wie der richtige Körper, die richtige Lust und das richtige Sexleben auszusehen haben. Aus Erlebnissen, bei denen wir abgewiesen, verlacht oder verletzt wurden.

Viele tragen Scham über etwas, wofür sie sich überhaupt nicht schämen sollten. Darüber, eine niedrige Libido zu haben — oder eine hohe. Darüber, sich zum gleichen Geschlecht hingezogen zu fühlen. Darüber, einen Körper zu haben, der dem Ideal nicht entspricht. Darüber, noch keinen Orgasmus erlebt zu haben. Darüber, etwas erlebt zu haben, das sie nicht gewählt haben.

Was macht Scham mit uns?

Scham isoliert. Sie sagt uns, dass wir mit dem, was wir fühlen, allein sind — dass alle anderen es im Griff haben und dass wir die Einzigen sind, die kämpfen. Das ist eine Lüge. Aber Scham ist gut darin, uns vom Gegenteil zu überzeugen.

Scham blockiert auch Genuss und Nähe. Es ist schwer, im eigenen Körper und im Kontakt mit einer anderen Person präsent zu sein, wenn ein Teil von dir beobachtet und urteilt.

Was hilft?

Der erste Schritt ist, es zu benennen. Zu sich selbst oder zu jemandem, dem man vertraut, zu sagen — dass es etwas gibt, wofür ich mich schäme. Nicht um es sofort zu lösen, sondern weil Scham einen Teil ihrer Macht verliert, wenn sie gesehen wird.

Der nächste Schritt ist Neugier statt Urteil. Zu fragen: Woher kommt diese Scham? Ist sie meine eigene — oder habe ich sie geerbt?

Du bist nicht deine Scham. Und du bist nicht allein.

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